Beim virtuellen Kennenlernen die richtige Balance finden

Juni 28, 2009 von Marcel  
Kategorisiert unter Dating Ratgeber

Beim virtuellen Kennenlernen ist es wichtig, sich vorsichtig an den Mailpartner heranzutasten und nicht gleich zuviel von sich preiszugeben. Aber andererseits darf man auch nicht zu verschlossen sein, da sonst kein echter Kontakt zustande kommen kann. Patentrezepte dafür, wie man die richtige Balance beim Kennenlernen hält, gibt es natürlich nicht, da kein Mensch dem anderen gleicht, aber ein paar Grundregeln sollte man schon beherzigen.

Was man alles falsch machen kann beim virtuellen Kennenlernen

Beim Kennenlernen per Mail oder Chat gelten im Grunde die gleichen Regeln wie im wirklichen Leben. Aber natürlich verleitet die Anonymität des Internets leicht dazu, sich einem fremden Menschen gegenüber viel offener zu verhalten als man es vielleicht täte, wenn derselbe Mensch einem im Lokal gegenübersitzen würde. Der virtuelle Partnerkontakt lässt der Phantasie und den Sehnsüchten viel Raum, da die Konfrontation mit der Realität zu Anfang vermieden werden kann. Zwar hat man ein paar Fotos voneinander ausgetauscht und so einiges von sich erzählt, aber im Grunde ist man sich solange fremd, bis es zum ersten Date gekommen ist.
Man sollte nun nicht den Fehler machen, all seine Sehnsüchte in den Mailpartner zu projizieren und gleich zu Anfang des Kennenlernens von der großen Liebe sprechen. Das könnte einen potentiellen Partner leicht verschrecken, so dass er den Kontakt abbricht.
Es schätzt auch nicht jeder Mail-Partner, wenn er sich ellenlange Lebensbeichten durchlesen muss. Mancher Mensch fühlt sich da schnell als Therapeut missbraucht und nicht als potentieller Partner ernst genommen. Mit Lebensbeichten und Ähnlichem sollte man besser warten, bis man sich etwas näher kennt und weiß, wie der andere darauf reagiert. Möglicherweise fühlt sich der Partner nicht nur überfordert von den intimen Einzelheiten, die ihm da anvertraut werden, sondern darüber hinaus nun unter Zugzwang gesetzt. Vielleicht möchte er selbst aber nicht oder noch nicht so viel von sich preisgeben, und zieht sich aus diesem Grund zurück. Manchmal ist es besser, einen etwa leichteren Ton anzuschlagen und auch von Nebensächlichkeiten oder neutralen Dingen zu sprechen. So bleibt die Leichtigkeit eines virtuellen Kennenlernens erhalten.

Behutsames Abtasten ist besser als gleich mit der Tür ins Haus zu fallen

Bestimmte Informationen kann man natürlich gleich zu Beginn eines Mail-Kontaktes abfragen. Wer also weiß, dass für ihn nur ungebundene Partner ohne eigene Kinder in Frage kommen, muss damit nicht hinterm Berg halten. Aber bei sehr persönlichen Dingen wie etwa sexuellen Vorlieben ist behutsames Herantasten angesagt. Besser als zu schnell und zu direkt derart private Dinge zu erfragen oder von sich zu erzählen, ist es, wenn man zuerst nur vage Andeutungen macht und dann wartet, wie der Partner darauf reagiert.

Besteht eine gegenseitige Sympathie, muss man das erste Date nicht übertrieben lange hinauszögern. Schließlich verpflichtet das erste Treffen ja noch zu nichts. Und nur so lässt sich herausfinden, ob die Vorstellungen, die man voneinander hat, auch dem Realitätstest standhalten.

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