Mehr Sex tut der Partnerschaft gut

Juli 20, 2009 von Marcel  
Kategorisiert unter Dating News

Eine Durex-Studie hat herausgefunden, dass die Deutschen durchschnittlich 116 Mal im Jahr Sex haben – also jeden dritten Tag. In vielen langjährigen Partnerschaften sieht es allerdings ganz anders aus. Was man dagegen tun kann und wie viel Sex einer Beziehung gut tut, das haben die beiden Buchautoren Douglas Brown und Charla Muller versucht herauszufinden.

Der Alltag ist der größte Feind der Lust

Wenn die Ehepartner abends geschafft sind vom Ärger im Büro, Bergen von Hausarbeit und quengelnden Kindern, haben sie abends im Bett meist nur noch eines im Sinn – endlich ausruhen und schlafen. Der ermüdende Alltag ist nun mal der Lustkiller Nummer Eins. Und natürlich lässt im Laufe einer Beziehung das anfängliche Interesse aneinander auch etwas ab. Man glaubt, den anderen sowieso in- und auswendig zu kennen und hat immer weniger Lust darauf, mit ihm zu schlafen.
Die Amerikanerin Charla Muller wollte diesen Zustand so nicht länger hinnehmen und überlegte sich für ihren Mann ein Geburtstagsgeschenk der besonderen Art: Ein Jahr lang jeden Tag Sex! Auch Douglas Brown und seine Frau vereinbarten 101 Tage Sex, wobei sie keine Entschuldigungsgründe akzeptieren wollten. Beide Paare wollten damit ausprobieren, wie es der Beziehung bekommt, wenn man Sex nicht mehr dem Zufall überlässt, sondern genau plant.

Sex nach Plan

Auch wenn sich solch ein Sexplan nicht gerade nach prickelnder Leidenschaft anhört, so stellten doch beide Paare schon nach zwei Wochen fest, dass es tatsächlich gelingt, die nicht vorhandene Lust zu überlisten und das Zusammensein voll zu genießen. Dazu musste man natürlich ein bisschen Organisationstalent entwickeln und eventuell die Kinder auch mal einem Babysitter überlassen. Auch an sehr arbeitsreichen Tagen fanden die zwei Paare noch Zeit für sich, indem sie auf ihre gewohnten Beschäftigungen wie Lesen oder Fernsehen zugunsten der sexuellen Begegnung verzichteten. Notfalls wurde auch mit Viagra nachgeholfen.
Und auch wenn bei diesem im Voraus geplanten Sex von Spontaneität keine Rede sein konnte, so war es doch für beide ein Genuss. Durch die körperliche Nähe kam auch die seelische Vertrautheit wieder, und beide Paare lernten die gemeinsam verbrachte Zeit in und außerhalb des Bettes wieder neu zu schätzen. Durch die vielen gemeinsamen Nächte fühlten sich alle Beteiligten selbstbewusster und begehrenswerter. Sie fingen auch an, über ihr Liebesleben miteinander zu sprechen und probierten neue Stellungen und Sextoys aus.

Das Ziel des Sex-Marathons

Als Dauerzustand war der Sex-Marathon bei beiden Paaren nicht gedacht. Wenn Sex zur Pflicht wird, macht er eben irgendwann einfach keinen Spaß mehr. Aber das Ziel des Selbstversuches war es auch nicht, nun in Zukunft jeden Tag miteinander zu schlafen, sondern nur, überhaupt erst einmal wieder Spaß am Sex zu finden.
Statt ein Mal im Monat nehmen sich die beiden Paare jetzt ein- bis zweimal die Woche Zeit füreinander, weil sie gemerkt haben, wie gut das ihrer Beziehung tut.

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